Weihnachtsmenü
HERZHAFTES

MENÜ ZU WEIHNACHTEN

Nachdem es letztes Jahr an Weihnachten bei uns Cannelloni Bolognese Art gab, folgt dieses Jahr mal wieder ein klassisches Weihnachtsmenü. Maronensuppe mit Zimtkrachern als Vorspeise, Tofu-Nuss-Braten mit einer phänomenalen Braunen Soße als Hauptgang und Beerenyoghurt mit Spekulatius zum Dessert. Ich freue mich schon!

Der Braten ist dabei natürlich das Herzstück vom Weihnachtsmenü und überzeugt garantiert auch jeden Fleischliebhaber, denn den herzhaften „fleischigen“ Geschmack bekommst Du auch gesünder und ohne Tierleid hin.

Warum es ein „Braten“ sein muss – fragst Du dich vielleicht noch? Da sind wir beim Thema Traditionen. Die meisten unserer Generation sind nicht schon immer vegan, kennen deshalb noch Gerichte wie Gänsebraten oder Kohlrouladen aus ihrer Kindheit und verknüpfen damit eine gute Zeit. Warum also das Rad neu erfinden, wenn es doch einfach schon viel hilft die Basis auszutauschen?! Schmeckt genauso lecker, kostet kein Leben und das Fest der Liebe wird vielleicht wirklich noch eins. :)

Ich wünsche Dir jedenfalls eine wunderbare Adventszeit und ein schönes Fest! <3

Zum Zeitmanagement: Theoretisch kannst Du sowohl die Füllung vom Braten als auch die Braune Soße und das Dessert für das Weihnachtsmenü schon am Vortag zubereiten und kaltstellen, wenn Du Gäste erwartest. Die Maronensuppe kannst Du einige Stunden bevor die Gäste kommen kochen und später wie die Braune Soße lediglich nochmal erwärmen. Einzig die fertige Füllung musst Du bevor die Gäste kommen wie beschrieben in den Blätterteig füllen und den Braten für 1 Stunde in den Ofen schieben. So wird der Teig schön knusprig. Mach es einfach so wie Du Zeit und Lust hast!

Vorspeise: Maronensuppe mit Zimtkrachern

Maronensuppe
Cremig und leicht süßlich
MARONENSUPPE MIT ZIMTKRACHERN
Zubereitungszeit
30 Min.
 
Gericht: Suppen
Portionen: 4 Personen
Das brauchst Du
Für die Suppe
  • 400 g Maronen (gegart und geschält)
  • 1 Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Apfel
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 200 ml Soja- oder Hafersahne
  • 2 EL (Raps-) Öl
  • 6 Stiele Thymian
  • 1/2 TL Muskat
  • Salz & Pfeffer
Für die Zimtkracher
  • 4 Scheiben (Vollkorn-) Toast
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 EL (Raps-) Öl
So geht’s
  1. Für die Suppe den Lauch und die Zwiebel kleinschneiden und in einem Topf mit 2 EL (Raps-) Öl kurz andünsten.

  2. Die Maronen und den Apfel ebenfalls kleinschneiden und gemeinsam mit den Thymianblättern und dem Muskat weitere 5 Minuten gut anbraten. Dabei immer wieder umrühren.

  3. Wenn der Lauch zusammengefallen ist und sich Röstaromen gebildet haben, alles mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe zum kochen bringen und für ca. 15 Minuten auf halber Herdstufe köcheln lassen.

  4. Währenddessen den (Vollkorn-)Toast für die Zimtkracher in kleine Quadrate schneiden, mit 2 EL (Raps-) Öl in eine Pfanne geben und diese darin von allen Seiten anbraten. Danach noch etwas Zimt über die Kracher streuen und sie beiseitestellen.

  5. Zum Schluss die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, die Pflanzensahne einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Die fertige Maronensuppe mit den Zimtkrachern und ein paar Thymianblättern servieren.

Hauptgang: Tofu-Nuss-Braten mit Brauner Soße

Braten
Bester Braten
TOFU-NUSS-BRATEN MIT BRAUNER SOßE
Zubereitungszeit
30 Min.
Backzeit
1 Std.
 
Gericht: Hauptgericht
Portionen: 4 Personen
Das brauchst Du
Für den Braten
  • 1 Zwiebel
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • 2 Karotten
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 70 g Walnüsse
  • 200 g Räuchertofu
  • 250 g Kidneybohnen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Rosmarin
  • 1/2 TL Oregano
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • Salz & Pfeffer
  • 1 EL Senf
  • 2 EL (Raps-) Öl
  • etwas Pflanzenmilch (Soja oder Hafer)
  • 1 Blätterteig
Für die Braune Soße
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Lauch
  • 2 Karotten
  • 1/4 Knollensellerie
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 100 ml Rotwein (alternativ Gemüsebrühe oder Traubensaft)
  • 3 EL Tomatenmark
  • 5 TL Stärke
  • 3 EL (Raps-) Öl
So geht’s
Tofu-Nuss-Braten
  1. Die Zwiebel, den Knoblauch, den Sellerie und die Karotten schälen und alles kleinschneiden. Das (Raps-) Öl in einer Pfanne erhitzen. Dann das geschnittene Gemüse und gleich darauf sämtliche Gewürze und das Tomatenmark hinzugeben. Nachdem es zwei Minuten angebraten wurde, mit der Gemüsebrühe ablöschen und nochmal 3-4 Minuten weiter braten.

  2. In der Zwischenzeit den Räuchertofu für die Füllung in einer Schüssel zerbröseln, die Walnüsse hacken und diese zusammen mit den (gewaschenen) Kidneybohnen in die Schüssel dazugeben. Jetzt noch das Gemüse aus der Pfanne sowie den Senf hinzufügen und die Masse mit einem Pürierstab halb pürieren. Ich liebe es, wenn später noch einzelne Bestandteile zu erkennen sind und nicht alles ein Einheitsbrei ist! Deshalb setze ich den Pürierstab nur 2-3 Mal an. Zum Schluss mit etwas Salz und Pfeffer nach Bedarf abschmecken.

  3. Anschließend den Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. Wenn du möchtest, kannst Du vor dem Füllen ein Stück Teig (kurze Seite) abschneiden und daraus Sterne ausstechen. Diese eignen sich am Ende – wie Du auf dem Foto sehen kannst – zur Dekoration auf dem Braten.

  4. Die fertige Braten-Masse nun auf dem Blätterteig verteilen und mit ihm einschlagen. Den Braten umdrehen, sodass der Übergang der beiden Enden des Blätterteigs unten liegt. Die Enden vom Teig jeweils wie bei einem Bonbon zusammendrücken.

  5. Schließlich den Braten mit etwas Pflanzenmilch bepinseln, die Sterne darauf verteilen und im Ofen bei 180 Grad für 1 Stunde backen.

Braune Soße
  1. 3 EL (Raps-) Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel, den Lauch, die Karotten und den Sellerie mit einem Messer in grobe Stücke schneiden und anrösten. Die Zwiebel muss dabei nicht geschält werden, da auch die Schale gute Aromen abgibt.

  2. Sobald sich erste gute Röstaromen gebildet haben, das Tomatenmark in den Topf hinzufügen und das Gemüse mit etwa 1/4 vom Rotwein und der Gemüsebrühe ablöschen. Danach die Flüssigkeit reduzieren lassen.

  3. Die Stärke mit 1-2 Esslöffeln der Gemüsebrühe in einer Schüssel glatt rühren und für später beiseitestellen.

  4. Schließlich wieder etwas Rotwein und Gemüsebrühe zum Gemüse schütten und das Ganze nochmal reduzieren lassen. Beim dritten Mal dann den Rest zusammen mit der aufgelösten Stärke dazugeben.

  5. Die Herdtemperatur reduzieren und die Soße 30 bis 40 Minuten langsam köcheln lassen. Im letzten Schritt die Flüssigkeit durch ein Sieb lassen und die fertige Braune Soße auffangen.

Anmerkungen
  1. Den Braten kannst Du ebenso wie die Maronensuppe und das Beerendessert sehr gut vorbereiten. Hierzu stellst Du die Füllung am Vortag oder mehrere Stunden vor dem Essen her und stellst diese kalt. Erst bevor die Gäste kommen, füllst Du die Füllung dann wie beschrieben in den Blätterteig und schiebst den Braten für 1 Stunde in den Ofen.
  2. Mit dem Rezept von oben erhälst Du ungefähr 300 ml Soße. Sie lässt sich aber auch gut in größerer Menge auf Vorrat herstellen und portionsweise einfrieren.
  3. Als Beilage für den Tofu-Nuss-Braten eignen sich z.B. Möhrchen, Rosenkohl, Rosmarinkartoffeln oder Klöße, lass deiner Fantasie freien Lauf! :)

Dessert: Beerenyoghurt mit Spekulatius

Beerenyoghurt
Süßer Abschluss
BEERENYOGHURT MIT SPEKULATIUS
Vorbereitungszeit
15 Min.
Kühlzeit
30 Min.
 
Gericht: Dessert
Portionen: 4 Personen
Das brauchst Du
  • 300 g TK-Beeren
  • 280-300 g Soja-Vanille Yoghurt (z.B. von Alpro)
  • 10 Gewürzspekulatiuskekse
  • 20 ml Wasser
  • 3 EL Kokosblütenzucker (oder Haushaltszucker)
  • 1 TL Stärke
  • etwas Vanille
So geht’s
  1. Die TK-Beeren in einem kleinen Topf erhitzen und bei mittlerer Stufe weichkochen.

  2. Die Stärke mit dem Wasser in einer Schüssel verrühren und zusammen mit dem Zucker und der Vanille zu den Beeren geben. Das Ganze noch für 2-3 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit leicht angedickt ist.

  3. Währenddessen acht von den Spekulatiuskeksen zerbröseln und gleichmäßig in 4 Gläschen füllen. Jeweils etwa 2 EL Soja-Yoghurt darauf verteilen, sodass die Spekulatiuskekse bedeckt sind.

  4. Die heiße Beerenmischung vom Herd nehmen und kurz ein wenig auskühlen lassen. Anschließend gleichmäßig mit einem Löffel auf die Gläschen verteilen. Zum Schluss jeweils nochmal 1 EL Yoghurt und einen halben Keks zur Deko aufschichten.

  5. Für mindestens 30 Minuten (oder auch über Nacht) in den Kühlschrank stellen und dann kalt genießen.

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Und falls Du noch Lust auf Plätzchen backen hast, hier auf dem Blog findest Du meine Zweifarbigen Mürbeteig Plätzchen sowie meine Snickers Plätzchen. Weitere Rezepte folgen demnächst auf Instagram. Dort findest Du auch Rotkraut und Kartoffelklöße als mögliche Beilage zum Braten.